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St. Castor
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Pfarrgemeinde St. Castor, Karden

Bereits in vorchristlicher Zeit existierte eine keltisch-römische Siedlung in der das keltisch-römische Bergheiligtum auf dem Martberg eine wichtige Rolle spielte.

 

Bereits in spätrömischer Zeit um die Mitte des 4. Jahrhundert gründete der Missionar Castor in Karden eine christliche Gemeinde und erbaute eine Kirche. Die Existenz dieses Gotteshauses konnte bisher lediglich durch Quellen belegt werden. Vermutlich lag der Standort im Bereich des heutigen Friedhofes da es dort auch ein spätrömisches Gräberfeld gab. Sowohl diese als auch die später an gleicher Stelle errichtete Kardener Pfarrkirche waren der Jungfrau Maria geweiht.

Im Kreuzhof der der Stiftskirche St. Castor wurde ein Grabgewölbe mit über 200 Gräbern aus fränkischer Zeit (6./ 7. Jhd) gefunden. Im 7. Jahrhundert wurde ein Kollegialstift gegründet. Als sich gegen Ende des 8. Jahrhunderts die Nachricht von der Auffindung der verschollenen Gebeine des hl. Castor verbreitete, setzte eine größere Wallfahrtsbewegung nach Karden ein. Sie machte den Bau eines größeren Gotteshauses notwendig. Dieses wurde als Vorgängerbau, an der Stelle der heutigen Stiftskirche, errichtet. Hier wurden zunächst die Gebeine in einem Hochgrab untergebracht, bevor diese im Jahre 836 geteilt und zum Großteil in die neu erbaute Kastorkirche nach Koblenz verbracht wurden.
 
Seit Beginn des 10. Jahrhunderts war Karden nachweislich Sitz eines der fünf Archidiakone des Erzbistums Trier. Dieses Amt bekleidete der Propst des Stiftes und führte den Titel Chorbischof. Bis zur Säkularisation wurde die Ortsgeschichte Kardens fast gänzlich durch das Stift und seine kirchenpolitische Ausstrahlung geprägt. Im Zuge der Säkularisation wurde der Stift aufgelöst und seine Besitztümer versteigert. Die Pfarrkirche und die Kapelle der oberen Klause wurden abgerissen und aus der unteren Klause wurde ein Pferdestall.
 
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatten Kirche und Klöster unter den negativen Auswirkungen des Kulturkampfes zu leiden und mussten zahlreiche Kunstwerke verkaufen um weiter bestehen zu können.

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Update: 20.02.2012

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